Algenöl: Edle Fettsäuren brauchen keinen Fisch

Kein Geheimnis: Den Sauerstoff in unserer Atmosphäre verdanken wir der Photosynthese von Pflanzen. Aber wussten Sie, dass die Hälfte dieses Sauerstoffs nicht von Bäumen, sondern von Algen produziert wird? Die kleinen Kraftwerke sind außerdem als einzige Organismen imstande, Omega-3-Fettsäuren zu synthetisieren. Genau das macht Fisch so wertvoll für unsere Ernährung. Aber eins nach dem anderen.

Was sind Omega-3-Fettsäuren?

Chemisch betrachtet sind Fette Kohlenstoffketten mit Wasserstoff- und Sauerstoffatomen. Omega-3-Fettsäuren sind wiederum langkettige und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ungesättigt nennt man Fette, die mindestens eine Doppelbindung in ihrer Kohlenstoffkette aufweisen. Die Bezeichnung Omega-3 bezieht sich dabei auf die letzte Doppelbindung am Ende der Kohlenstoffkette. Soviel zur Theorie.

Unser Körper verstoffwechselt diese Fettsäuren zur Energiegewinnung und baut sie in Zellmembranen ein. Vor allem die Varianten EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind wichtig für das Herz-Kreislaufsystem. Außerdem tragen sie zu einer normalen Hirnfunktion und Sehkraft bei. Die Krux ist: unser Körper kann sie nicht selber synthetisieren und ist deshalb auf die Aufnahme von Omega-3 über Nahrungsmittel angewiesen.

Welche Nahrungsmittel sind reich an Omega-3-Fettsäuren?

Zwar gibt es verschiedene Pflanzenöle, die einen hohen Omega-3-Anteil aufweisen, wie z.B. Lein-, Hanf- oder Rapsöl. Aber unser Stoffwechsel kann diese Produkte häufig nicht besonders gut aufnehmen – man spricht von einer geringen Bioaktivität. Als Klassiker unter den Omega-3-Quellen gelten deshalb Seefische wie der atlantische Lachs oder die Makrele. Das leuchtet ein: Kaltwasserfische fressen Algen und nehmen darüber die wertvollen Nährstoffe auf, die sie enthalten.

Unter anderem deshalb schreiben Ernährungswissenschaftlerinnen einmal pro Woche Fisch auf die Speisekarte. Für viele Menschen ist das aber leichter gesagt als getan: Fisch ist teuer und schmeckt nicht jedem. Folglich ist Fischöl ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel geworden. Leider werden aber unsere Ozeane dramatisch überfischt, sodass nicht nur Veganer nach einer Alternative suchen. Was liegt da näher, als das Öl direkt »von der Quelle« zu beziehen?

Wie lässt sich die Kraft der Algen nutzen?

Für die Öl-Extrakte aus der Nahrungsmittelindustrie werden vor allem die Mikroalgen Schizochytrium und Ulkenia verwendet – so kleine Organismen, dass sie mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind. Anders als ihre großen Verwandten, die Makroalgen, werden sie in der Regel gezüchtet, also nicht dem Meer entnommen. Ein optimales Wachstum der Kulturen erfordert viel Licht und Wärme. In Deutschland sind die klimatischen Schwankungen zu hoch, um eine wirtschaftliche Zucht in flachen, offenen Bassins zu betreiben. Deshalb werden nördlich der Tropen vorwiegend geschlossene Röhren-, Platten- und Schlauchsysteme verwendet.

Algenröhre
Sicher und sauber: Algen werden in geschlossenen Systemen gezüchtet.

Diese Praktik gewährleistet außerdem eine hohe Produktreinheit. Mit Hilfe von Zentrifugen werden unerwünschte Begleitstoffe entfernt, die beim Wachstum entstehen und die unter anderem die Haltbarkeit beeinflussen könnten. Zurück bleiben die für die Algenölpräparate interessanten Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA (Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure). Im richtigen Verhältnis stellen sie eine machtvolle Ergänzung für unsere Ernährung dar.

Was macht ein gutes Algenöl aus?

Als guter Kennwert hat sich ein DHA/EPA-Verhältnis von 2:1 erwiesen, weil unser Stoffwechsel die DHA nicht in der gleichen Menge umwandeln kann wie die EPA. Deshalb sollte erstere in höherer Menge enthalten sein. Außerdem sollten Öle und Weichkapseln möglichst wenige Omega-6-Fettsäuren wie ARA (Arachidonsäure) enthalten. Die kommen vor allem in tierischen Fetten vor, weshalb Menschen in Wohlstandsländern damit deutlich überversorgt sind.

Wenn Algen direkt aus dem Meer kommen, sind sie oft mit Schwermetallen oder Kunststoffen verunreinigt. Häufig enthalten sie auch sehr viel Jod. Am nachhaltigsten und sichersten ist es deshalb, auf die Herkunft der Produkte zu achten. Gutes Algenöl wird in geschlossenen Tanks gewonnen – und schont so den Körper und das maritime Ökosystem.

Was ist bei der Einnahme zu beachten?

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sollte die Aufnahme von mehr als 700 mg DHA/EPA pro Tag nicht überschritten werden. Grundsätzlich gelten Omega-3-Fettsäuren zwar als bekömmlich, aber Studien weisen darauf hin, dass eine zu hohe Einnahme nicht nur wirkungslos ist. Sie könnte sich auch negativ auf die Blutgerinnung und den Cholesterinspiegel auswirken. Außerdem beeinträchtigt sie manchmal das Verdauungs- und Immunsystem. Es gilt also wie immer: die richtige Menge macht den Zauber. Wer bewusst und verantwortungsvoll konsumiert, findet in Algenöl eine wertvolle und zeitgemäße Ergänzung zur Ernährung.

Quellen

Warum der Reishi auch „Pilz des ewigen Lebens“ heißt

Als einer der ältesten Vitalpilze der Welt hat der Reishi weltweit vor allem mit Blick auf die Traditionelle Chinesische Medizin einen sehr guten Ruf. Schon vor unserer Zeitrechnung nutzten Menschen insbesondere in Asien seine Inhaltsstoffe, um Alter und Krankheit entgegenzuwirken.

Mit seiner dunkelbraunen Farbe und der abgerundeten Form mutet er entfernt an wie eine riesige, plattgedrückte Esskastanie. Oder an Laugengebäck. Seiner leicht schimmernden Oberfläche verdankt der Pilz den deutschen Namen „Glänzender Lackporling“, botanisch „Ganoderma lucidum“. Geläufiger ist Anwendern allerdings eher die japanische Bezeichnung „Reishi“ (chinesisch: Ling Zhi), ein Sammelbegriff für verschiedene Arten des Ganoderma.

Doch damit ist die Liste der Namen für den Ganoderma lucidum alias Reishi-Pilz noch nicht erschöpft. Weil der Fungus insbesondere im asiatischen Raum mit einer großen Bandbreite an positiven Wirkungen auf die menschliche Gesundheit in Zusammenhang gebracht wird, ist er auch als „Pilz des ewigen Lebens“, „Pilz der Unsterblichkeit“, als „magische Pflanze“, sogar als „König der Heilpflanzen“ bekannt.

Das kommt nicht von ungefähr: Die Mykotherapie – Heilmethoden, die auf dem Einsatz von Vitalpilzen basieren – ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) fest verankert.

Der Reishi gehört dieser Lehre nach zu den ältesten Vitalpilzen, hat seinen Platz in Chinas bekanntestem Arzneimittelbuch „Ben Cao Gang Mu“ und wurde auch in europäischen Arzneimittelbüchern bereits früh beschrieben, beispielsweise im Jahr 1578.

Doch schon vor unserer Zeitrechnung wurde der Pilz als Tonikum zur Verlängerung des Lebens, zur Prävention von Alterungsprozessen und zur Stärkung des Qi – in der TCM bezeichnet dies die Lebensenergie – verwendet. Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von zahlreichen Krankheiten wird er eingesetzt, inzwischen auch mehr und mehr außerhalb der TCM-Lehre.

Reishi Extrakt Pulver

Wer über pharmakologisch wirksame Inhaltsstoffe des Reishi spricht, nennt meist als Erstes die Triterpene, die überwiegend in den Pilzlamellen und -sporen enthalten sind. Diese Naturstoffe kommen auch in Heilpflanzen wie Löwenzahn, Birke oder Salbei vor und haben in Studien mit Versuchstieren unter anderem antikarzinogene Wirkung gezeigt, indem sie beispielsweise Tumorwachstum gehemmt haben.

Tatsächlich ist der Reishi Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen mit Blick auf seine Effekte gegen Krebserkrankungen, insbesondere in Asien. Die Studien „Cytotoxic triterpenoids from Ganoderma lucidum“ von Chun-Ru Cheng, Qing-Xi Yue, Zhi-Yuan Wu et al., „Anti-cancer properties of triterpenoids isolated from Ganoderma lucidum – a review“ von Guo-Sheng Wu, Jia-Jie Guo, Jiao-Lin Bao et al. sowie „Cytotoxic lanostane-type triterpenoids from the fruiting bodies of Ganoderma lucidum and their structure-activity relationships” von Shaodan Chen, XiangminLi, Tianqiao Yong et al. etwa stellen unter anderem zytotoxische und anti-metastatische Eigenschafen bestimmter Triterpene aus dem Vitalpilz fest.

Auch die im Reishi enthaltenen Steroide und Gallensäuren sind Triterpene. Als Vorstufe des lebenswichtigen Vitamin D sind Triterpene beispielsweise an einem gesunden Knochen- und Muskelaufbau beteiligt und senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bestimmte Triterpene verringern zudem die Ausschüttung von Histaminen im Körper, haben demnach eine antiallergene Eigenschaften.

Ein weiterer Inhaltsstoff des Heilpilzes sind Glykoproteine: Das sind, vereinfacht beschrieben, Bestandteile unter anderem von menschlichen Zellen, die positive Auswirkungen auf das Immunsystem haben und das Wachstum bösartiger Zellen eindämmen können.

Tatsächlich ist der Reishi Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungem mit Blick auf seine Effekte gegen Krebserkrankungen, insbesondere in Asien. Bisherige Ergebnisse ordnen die jeweiligen Studienautoren als vielversprechend ein und als sehen Hinweise für die vielfach positive Gesundheitswirkung des Reishi ein. Bis zu einer flächendeckenden klinischen Evidenz müssen die Studien jedoch künftig unter anderem in Methodik und Umfang optimiert werden.

Und wie profitiert man von den heilenden Effekten des Ganoderma lucidum? Zum Verzehr ist der Pilz, der wie alle Vertreter seiner Gattung an lebenden Bäumen überwiegend in China und Japan wächst, nicht geeignet. Dafür ist zum einen seine holzige, großporige Beschaffenheit verantwortlich, zum anderen sein bitteres Aroma.

Deutlich interessanter ist Reishi in Pulverform, lose oder als Kapsel ummantelt. Letzteres hat Vorteile mit Blick auf exakte Dosierung und verlässliche Haltbarkeit. Hinsichtlich der Qualität des Pulvers – zermahlen kann der Körper die Reishi-Wirkstoffe besonders gut aufnehmen – ist es Anwendern zu empfehlen, auf eine zu 100 Prozent natürliche Zusammensetzung zu achten. Chemische Zusätze sind kontraproduktiv für das Ziel, der Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Reishi-Farm, dreikraut, Ganoderma lucidum
Reishi-Farm: In Substrat und ohne chemische Düngemittel oder Pestizide werden die Pilz in Bio-Qualität gezogen.

Extrakt aus dem gesamten Pilz stellt zudem sicher, dass sämtliche wichtigen Inhaltsstoffe aus allen Teilen des Reishi berücksichtigt werden. Sowohl Anbau als auch Verarbeitung des Pilzes sollten nach Europäischer Öko-Verordnung erfolgen. Nur so ist gewährleistet, dass das Produkt praktisch frei von bedenklichen Rückständen etwa durch Pflanzenschutzmittel bleibt. Dies bestätigen bei Bio-Ware unabhängige Labore bei regelmäßigen Untersuchungen.

Kurkuma, die heilige Pflanze der Ayurveda-Lehre

[Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Korrektheit. Sie stammen aus mehreren, voneinander unabhängigen, frei zugänglichen Quellen. Die Informationen stellen keine medizinische Beratung dar. Diese sollte stets von einem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker erfolgen.]

Kurkuma ist eine mehrjährige Pflanze, die zur gleichen Familie wie Ingwer gehört. Ihr lateiniseher Name lautet „Cureuma longa“ und ist eine Adaption des arabischen „al-kurkum“, was ursprünglich „Safran“ bedeutet. Der Name spielt damit auf die Ähnlichkeit zum Gewürz Safran an, das ebenfalls für seine gelbe Farbe berühmt ist.

Äußerlich ähnelt Kurkuma einer Ingwerwurzel. Im Gegensatz zum Ingwer ist es jedoch intensiv gelb gefärbt. Die Kurkuma-Pflanze wird bis zu einem Meter hoch und erinnert mit ihren hellgrünen Blättern an Schilf. Wie andere Ingwer-Gewächse vermehrt sich Kurkuma nicht über Samen, sondern durch unterirdische Wurzelausläufer, die sogenannten Rhizomen. Aus ihnen wird das Gewürz Kurkuma gewonnen.

Ursprünglich stammt Kurkuma aus Indien und Südostasien. Seit über 4000 Jahren ist die Wirkung von Kurkuma bekannt und sie wird als Heilpflanze geschätzt. So wird Kurkuma seither in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und in der indischen Ayurveda-Lehre als Heilmittel verwendet.

Kurkuma Knolle

In Indien galt die Pflanze sogar als heilig und wurde von Gläubigen verehrt. Auch heute gehört Kurkuma zur Hindu-Kultur und ist fester Bestandteil vieler religiöser Rituale, in denen die gelbe Farbe die Sonne symbolisiert. So wird etwa bei der hinduistischen Hochzeitszeremonie das Brautpaar von Verwandten und Freunden mit Ghee eingerieben und ansehließend mit Kurkuma bestäubt. Dieses Ritual soll die Liebe des Paares nach der Trauung wachsen lassen.

Die Heilkunst Ayurveda ordnet Kurkuma den „heißen“ Gewürzen zu. Diese sollen den Körper reinigen und ihm Energie spenden. Es gilt in der ayurvedisehen Lehre auch als scharf, bitter, trocken, reinigend und stoffwechselanregend. Durch arabische Händler gelangte Kurkuma früh nach Europa, wurde dort jedoch eher als Küchenkraut genutzt.

Vorkommen und Ernte

Heute ist Indien das größte Anbauland von Kurkuma. Da es in der indischen Küche als eines der wichtigsten Gewürze gilt, werden 80 Prozent der weltweiten Kurkuma-Ernte auch in Indien verbraucht. Die Wurzelstöcke der Kurkuma-Pflanze werden nach der Ernte gekocht, getrocknet, poliert und zu Pulver vermahlen.

Das frische Kurkuma-Rhizom riecht aromatisch und schmeckt herb. Erst getrocknet entwickelt es sein volles und typisches Aroma. Kurkuma sollte dunkel gelagert werden, da es bei Licht sein Aroma verliert und die Farbe verblasst.

Kurkuma Forte Pulver

Kurkuma-Pulver ist aus der indischen Küche nicht wegzudenken. Es wird zum würzen und färben zahlreicher Gerichte verwendet und ist eine der wichtigsten Zutaten für die Gewürzmischung „Garam Masala“. Die englische Kolonialherrschaft brachte Kurkuma nach England, wo es Bestandteil des bekannten gelben Currypulvers wurde.

Auch die meisten anderen Curry-Mischungen haben Kurkuma-Pulver als Grundlage. In der thailändischen Küche wird überwiegend die frische Kurkuma-Knolle verbraucht, in Westsumatra dienen sogar die Blätter als Würzmittel.

Im Westen spielt Kurkuma als Gewürz für Speisen eine eher untergeordnete Rolle. Hier nutzt die Lebensmittelindustrie den Farbstoff, um Senf oder Teigwaren gelb zu färben. Wegen seiner leuchtend gelben Farbe wird Kurkuma auch Gelbwurz oder indischer Safran genannt.

So ist der Farbstoff der Kurkuma-Rhizome fast identisch mit dem Glykosid, das Safran seine typisch gelbe Farbe verleiht. Kurkuma hat jedoch ein völlig anderes Aroma als Safran und ist deshalb kein geeigneter Ersatz für das teure Safran.

Inhaltsstoffe und medizinische Verwendung

In der Medizin ist der wichtigste Bestandteil der Kurkuma-Pflanze das Curcumin, ein sekundärer Pflanzenstoff, der bis zu drei Prozent der Kurkuma-Pflanze ausmacht. Curcumin ist für die gelbe Färbung von Kurkuma verantwortlich, weshalb es als Lebensmittelzusatz unter der Bezeichnung E100 verwendet wird.

In zahlreichen Studien konnte auch eine medizinische Wirkung von Curcumin nachgewiesen werden. So soll der Stoff antioxidativ, entzündungshemmend, antiseptisch und schmerzlindernd wirken. Manche Heilpraktikern raten deshalb bei Diabetes oder Knie-Arthrosen zum Verzehr von Kurkuma.

Einige Quellen zu dem Thema sprechen sogar von einem vorbeugenden Effekt gegen Krebs oder Alzheimer, wobei die Studienlage hier weniger klar ist. In der chinesisehen Medizin wird Kurkuma zur Behandlung von Schulterschmerzen oder Koliken verwendet und soll bei Husten helfen.

Curcumin kann vom menschlichen Körper jedoch nur sehr schwer aufgenommen werden. Der tägliche Gebrauch von Kurkuma als Gewürz in der Küche führt deshalb in der Regel nicht zum gewünschten Ergebnis.

Erst in Verbindung mit schwarzem Pfeffer und dem darin enthaltenen Piperin gelingt dem Körper die Resorption in relevanter Menge – Studien sprechen vom Faktor 200, um den die Aufnahme verbessert wird. Deshalb enthalten seriöse Kurkuma-Nahrungsergänzungsmittel wie Kurkuma forte nicht nur Curcumin in erhöhter Konzentration, sondern auch Piperin.

Quellen:
Lexikon der Lebensmittel, Eeon Ullstein Verlag, München, 2001
www.kurkuma.info
www.kurkuma-wurzel.info
http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Curc_lon.html
http://web.archive.org/web/20040811104825/http://www.spizes.com/spiceonline/CategoryList/Turmericat.asp
https://www.foreverly.de/magazin/heiraten-in-indien-die-brauche/
http://www.kurkuma-wirkung.de/ayurveda/

Studien:
Kurkuma in Bezug auf Blutzucker: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22108476

In Bezug auf Arthritis: http://www.greenmedinfo.com/article/complex-curcumin-and-phosphatidylcholine-effective-reducing-symptoms-ostearthritis

K. Madhu, K. Chanda, M. J. Saji: Safety and efficacy of Curcuma longa extract in the treatment of painful knee osteoarthritis: a randomized placebo-controlled trial. In: Inflammopharmacology, Dezember 2012

Weihrauch – wertvoll seit Jahrtausenden

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Korrektheit. Sie stammen aus mehreren, voneinander unabhängigen, frei zugänglichen Quellen. Die Informationen stellen keine medizinische Beratung dar. Diese sollte stets von einem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker erfolgen.]

Pharaonen, Griechen, Römer – alle nutzten Weihrauch

Das Harz des Weihrauchbaumes wird schon seit Jahrtausenden in verschiedenen Hochkulturen eingesetzt. Zum einen so, wie er auch aus der katholischen Kirche bekannt ist: Als Räuchermittel, das ganz verschiedene Funktionen innerhalb der religiösen Riten erfüllen kann. Der aromatisch duftende Rauch beruhigt und entspannt. Schon in der Antike wurde Weihrauch von Priestern als Träger von Botschaften an die Götter betrachtet.

In der Naturheilkunde gewinnt er zunehmend an Bedeutung, wobei die zugrunde liegenden Erkenntnisse nicht neu sind: Schon seit fast 3000 Jahren gehört die Einnahme von Weihrauchmischungen zum festen Repertoire der indischen Ayurveda-Heilkunst. Die ältesten Hinweise auf die Verwendung von Weihrauch zur Behandlung von Kranken finden sich auf ägyptischen Papyrusrollen, die sogar etwa 6000 Jahre alt sind.

Weihrauch Baum

Seinen weltweiten Siegeszug hat der Weihrauch mutmaßlich von der arabischen Halbinsel aus angetreten. Archäologen haben im heutigen Syrien Räucherschalen gefunden, mit denen wohl schon etwa 2000 v.Chr. Weihrauch verbrannt wurde. Von dort aus breitete sich der Weihrauch in den folgenden Jahrhunderten in den Nachbarländern aus und wurde zur wertvollen, begehrten Handelsware. Nicht zufällig sollen ihn die Heiligen Drei Könige als Gaben für das Christuskind mitgebracht haben – zusammen mit Myrrhe und Gold.

Wo genau der Weihrauch zuerst geerntet wurde, ist nicht überliefert – das galt damals als großes Geheimnis. Forscher vermuten, dass die Bäume im heutigen Oman standen, wo auch immer noch Weihrauch angebaut wird. Mit Kamelen wurde das kostbare Harz durch die Wüste transportiert, nach Syrien und nach Ägypten, das stets ein Großabnehmer war. Weihrauch wurde zur Austreibung von Dämonen, zum Überdecken unangenehmer Gerüche, zur Ehrung der Götter und für Heil-Räucherungen verwandt. Sogar Leichname wurden damit eingerieben.

Später übernahmen auch die Griechen und die Römer den Weihrauch in ihren Alltag. Zusammen sollen sie tausende Tonnen jährlich importiert und verbraucht haben. Die Römer kaschierten mit dem Weihrauch den Gestank ihrer blutigen Spiele in den Arenen, stellten Parfüm daraus her, aber auch Salben und Arzneien.

Von Arabien aus verbreitete sich der Weihrauch auch gen Osten. In Indien importierte man das Harz, noch bis heute wird es bei der Verehrung einiger Hinduistischer Gottheiten eingesetzt. Deutlich später fasste Weihrauch auch in China und bei dessen Nachbarn Fuß. Bis heute wird in buddhistischen Zeremonien viel geräuchert.

Die medizinische Bedeutung von Weihrauch hat in den vergangenen Jahren durch eine Vielzahl von Versuchsreihen und wissenschaftlicher Studien wieder zugenommen. Diese Studien beleuchten vor allem die Frage, in wieweit Weihrauch entzündungshemmende Eigentschaften besitzt.

Vorkommen und Ernte

Es gibt mehr als 20 verschiedene Weihrauchbaum-Gewächse, deren Harz als „Olibanum“ oder „Gummi olibanum“ bezeichnet wird. Als naturheilkundlich am bedeutsamsten gilt Boswellia serrata, der indische Weihrauchbaum, der aber auch in anderen Ländern kultiviert wird, insbesondere in Somalia. Allen Arten gemeinsam ist, dass sie unter widrigsten, kargen Bedingungen wachsen. Die gedrungenen, knorrigen Bäume werden nicht besonders hoch, die Wurzeln dringen nicht tief ins Erdreich ein. Mit Hitze und Trockenheit kommen sie gut klar, bei Nässe und Kälte gehen sie ein. Je höher die Pflanzen stehen, desto besser soll die Qualität des Harzes sein.

Auch das heute gehandelte Weihrauchharz stammt meist aus Wildsammlungen. Dabei werden die Stämme der Bäume vorsichtig eingeritzt. Dadurch tritt nach und nach das flüssige Harz aus und gerinnt an der Luft zu den Harzklumpen. Diese können je nach Art und Lage von weißlich über gelblich bis rötlich gefärbt sein. Zweimal pro Jahr kann ein Baum bei verantwortungsvoller Pflege geerntet werden, dabei liefert er jeweils etwa ein Kilogramm Harz.

Weihrauch Extrakt

Inhaltsstoffe

Das Harz setzt sich aus einer Vielzahl von chemischen Verbindungen zusammen, wobei das reine Harz etwa zwei Drittel der Masse ausmacht, etwa ein Drittel sind Gummi, etwa fünf bis sieben Prozent entfällt unter anderem auf verschiedene Ätherische Öle, und – besonders bedeutsam – die Boswellia-Säuren, denen eine wichtige Rolle bei der Verwendung von Weihrauch als Heilmittel zugesprochen wird.

Verwendung

Weihrauch wird eine große Bandbreite positiver Wirkungen auf den Körper zugeschrieben. Diese sind auch von Wissenschaftlern untersucht und in diversen Studien beschrieben. Die Welt zitierte jüngst Oliver Werz, Professor für pharmazeutische Chemie an der Uni Jena: „Boswelliasäuren spielen mit verschiedenen Eiweißen zusammen, die an entzündlichen Reaktionen beteiligt sind. Insbesondere jedoch mit einem Enzym, das für die Synthese von Prostaglandin E2 verantwortlich ist. Prostaglandin E2 gehört zu den Vermittlern der Immunantwort und spielt unter anderem im Entzündungsprozess, bei der Entstehung von Fieber und Schmerzen eine entscheidende Rolle.“

Weihrauchextrakt von dreikraut

Unser Weihrauchextrakt wird in Wildsammlung von Bäumen der Art Boswellia Serrata gewonnen. Diese liefern den höchsten Anteil an Boswelliasäuren (etwa 12 bis 20 Prozent), welcher im Extraktionsverfahren weiter auf 65% erhöht wird.  Experten nehmen allerdings an, dass noch weitere Inhaltsstoffe der komplexen, natürlichen Weihrauchverbindung, maßgeblich an den oft beschriebenen Effekten beteiligt sind. Der Weihrauch-Extrakt von dreikraut wird in Deutschland im Labor auf Reinheit kontrolliert (Pestizide und Schwermetalle) und ohne weitere Zusätze in vegane Zellulose-Kapseln gefüllt.