Warum der Reishi auch „Pilz des ewigen Lebens“ heißt

Als einer der ältesten Vitalpilze der Welt hat der Reishi weltweit vor allem mit Blick auf die Traditionelle Chinesische Medizin einen sehr guten Ruf. Schon vor unserer Zeitrechnung nutzten Menschen insbesondere in Asien seine Inhaltsstoffe, um Alter und Krankheit entgegenzuwirken.

Mit seiner dunkelbraunen Farbe und der abgerundeten Form mutet er entfernt an wie eine riesige, plattgedrückte Esskastanie. Oder an Laugengebäck. Seiner leicht schimmernden Oberfläche verdankt der Pilz den deutschen Namen „Glänzender Lackporling“, botanisch „Ganoderma lucidum“. Geläufiger ist Anwendern allerdings eher die japanische Bezeichnung „Reishi“ (chinesisch: Ling Zhi), ein Sammelbegriff für verschiedene Arten des Ganoderma.

Doch damit ist die Liste der Namen für den Ganoderma lucidum alias Reishi-Pilz noch nicht erschöpft. Weil der Fungus insbesondere im asiatischen Raum mit einer großen Bandbreite an positiven Wirkungen auf die menschliche Gesundheit in Zusammenhang gebracht wird, ist er auch als „Pilz des ewigen Lebens“, „Pilz der Unsterblichkeit“, als „magische Pflanze“, sogar als „König der Heilpflanzen“ bekannt. Das kommt nicht von ungefähr: Die Mykotherapie – Heilmethoden, die auf dem Einsatz von Vitalpilzen basieren – ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) fest verankert.

Der Reishi gehört dieser Lehre nach zu den ältesten Vitalpilzen, hat seinen Platz in Chinas bekanntestem Arzneimittelbuch „Ben Cao Gang Mu“ und wurde auch in europäischen Arzneimittelbüchern bereits früh beschrieben, beispielsweise im Jahr 1578. Doch schon vor unserer Zeitrechnung wurde der Pilz als Tonikum zur Verlängerung des Lebens, zur Prävention von Alterungsprozessen und zur Stärkung des Qi – in der TCM bezeichnet dies die Lebensenergie – verwendet. Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von zahlreichen Krankheiten wird er eingesetzt, inzwischen auch mehr und mehr außerhalb der TCM-Lehre.

Reishi Extrakt Pulver

Wer über pharmakologisch wirksame Inhaltsstoffe des Reishi spricht, nennt meist als Erstes die Triterpene, die überwiegend in den Pilzlamellen und -sporen enthalten sind. Diese Naturstoffe kommen auch in Heilpflanzen wie Löwenzahn, Birke oder Salbei vor und haben in Studien mit Versuchstieren unter anderem antikarzinogene Wirkung gezeigt, indem sie beispielsweise Tumorwachstum gehemmt haben. Tatsächlich ist der Reishi Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen mit Blick auf seine Effekte gegen Krebserkrankungen, insbesondere in Asien. Die Studien „Cytotoxic triterpenoids from Ganoderma lucidum“ von Chun-Ru Cheng, Qing-Xi Yue, Zhi-Yuan Wu et al., „Anti-cancer properties of triterpenoids isolated from Ganoderma lucidum – a review“ von Guo-Sheng Wu, Jia-Jie Guo, Jiao-Lin Bao et al. sowie „Cytotoxic lanostane-type triterpenoids from the fruiting bodies of Ganoderma lucidum and their structure-activity relationships” von Shaodan Chen, XiangminLi, Tianqiao Yong et al. etwa stellen unter anderem zytotoxische und anti-metastatische Eigenschafen bestimmter Triterpene aus dem Vitalpilz fest.

Auch die im Reishi enthaltenen Steroide und Gallensäuren sind Triterpene. Als Vorstufe des lebenswichtigen Vitamin D sind Triterpene beispielsweise an einem gesunden Knochen- und Muskelaufbau beteiligt und senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bestimmte Triterpene verringern zudem die Ausschüttung von Histaminen im Körper, haben demnach eine antiallergene Eigenschaften. Ein weiterer Inhaltsstoff des Heilpilzes sind Glykoproteine: Das sind, vereinfacht beschrieben, Bestandteile unter anderem von menschlichen Zellen, die positive Auswirkungen auf das Immunsystem haben und das Wachstum bösartiger Zellen eindämmen können. Tatsächlich ist der Reishi Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungem mit Blick auf seine Effekte gegen Krebserkrankungen, insbesondere in Asien. Bisherige Ergebnisse ordnen die jeweiligen Studienautoren als vielversprechend ein und als sehen Hinweise für die vielfach positive Gesundheitswirkung des Reishi ein. Bis zu einer flächendeckenden klinischen Evidenz müssen die Studien jedoch künftig unter anderem in Methodik und Umfang optimiert werden.

Und wie profitiert man von den heilenden Effekten des Ganoderma lucidum? Zum Verzehr ist der Pilz, der wie alle Vertreter seiner Gattung an lebenden Bäumen überwiegend in China und Japan wächst, nicht geeignet. Dafür ist zum einen seine holzige, großporige Beschaffenheit verantwortlich, zum anderen sein bitteres Aroma. Deutlich interessanter ist Reishi in Pulverform, lose oder als Kapsel ummantelt. Letzteres hat Vorteile mit Blick auf exakte Dosierung und verlässliche Haltbarkeit. Hinsichtlich der Qualität des Pulvers – zermahlen kann der Körper die Reishi-Wirkstoffe besonders gut aufnehmen – ist es Anwendern zu empfehlen, auf eine zu 100 Prozent natürliche Zusammensetzung zu achten. Chemische Zusätze sind kontraproduktiv für das Ziel, der Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Reishi-Farm, dreikraut, Ganoderma lucidum
Reishi-Farm: In Substrat und ohne chemische Düngemittel oder Pestizide werden die Pilz in Bio-Qualität gezogen.

Extrakt aus dem gesamten Pilz stellt zudem sicher, dass sämtliche wichtigen Inhaltsstoffe aus allen Teilen des Reishi berücksichtigt werden. Sowohl Anbau als auch Verarbeitung des Pilzes sollten nach Europäischer Öko-Verordnung erfolgen. Nur so ist gewährleistet, dass das Produkt praktisch frei von bedenklichen Rückständen etwa durch Pflanzenschutzmittel bleibt. Dies bestätigen bei Bio-Ware unabhängige Labore bei regelmäßigen Untersuchungen.

Vielseitige Blaualge: Spirulina erobert die Speisepläne

Es existierte schon Milliarden Jahre vor uns Menschen, ernährt Lebewesen im Tierreich – und war auch für Homo-Sapiens-Kulturen aus längst vergangenen Zeiten ein Bestandteil des Nahrungsrepertoires, unter anderem bei den Azteken im heutigen Mexiko: Spirulina (die wissenschaftliche Bezeichnung lautet Spirulina platensis beziehungsweise Arthrospira platensis) ist, obwohl früher oft „Blaualge“ genannt, ein Bakterium.

Konkret: eine Gattung der Cyanobakterien, die in stehenden, eher flachen Süßgewässern subtropischer Klimazonen wachsen. Seit Spirulina im Industriezeitalter Einzug in die bewusste Ernährung vieler Menschen hält, wird es mit Blick auf eine höhere Rohstoffqualität in Aquakulturen angebaut.

In diesen geschlossenen Systemen kommt die Mikroalge zum Beispiel nicht mit anderen Organismen wie Grünalgen in Kontakt und bleibt rein – insbesondere dann, wenn die Erzeuger den Spirulina-Anbau nach geltenden Bio-Richtlinien betreiben.

Denn die ökologisch kontrollierte Kultivation stellt gegenüber konventionellen Methoden zusätzlich sicher, dass das Erntegut aus dem Wasser frei von bestimmten chemischen Zusätzen bleibt. Heimisch ist Spirulina mehrheitlich in Afrika, China, Mexiko und Mittelamerika.

Zucht von Bio-Spirulina Algen
Die Zucht von Bio-Spirulina-Algen ist arbeitsintensiv. Das Gute an den Aquakulturen: Die Spirulina-Algen werden nicht durch andere Organismen verunreinigt.

Spirulina: Da steckt viel Gutes drin

Seit ungefähr den 1970er-Jahren wird Spirulina als Nahrungsergänzungsmittel verarbeitet, zu Pulver gemahlen, als Kapsel umschlossen, als Tablette oder Pressling verdichtet.

So erhält man die wertvollen Inhaltsstoffe der kleinen Blaualge in konzentrierter Form: Spirulina, das seine sattgrüne Farbe dem sekundären Pflanzenstoff Chlorophyll verdankt, ist insbesondere für seinen überdurchschnittlich hohen Anteil an Eiweiß-Proteinen bekannt, ebenso für seine Mengen an Aminosäuren, Beta-Carotin, B-Vitaminen, Eisen, Kalzium, Magnesium, Selen sowie Vitamin E und K.

Auch mit einfach und mehrfach gesättigten Fettsäuren kann das Bakterium aufwarten. All diese Ingredienzen tragen maßgeblich zu unserer Gesundheit bei – und so wirken sie im Körper:

  • Vitamin B6 (Pyridoxin): Die Vitaminsammlung hat zum Beispiel essenzielle Wirkungen auf den menschlichen Eiweiß- und Fettstoffwechsel, der an der regelmäßigen Verdauung und einem gesunden Hautbild beteiligt ist. Zudem beeinflusst Vitamin B6 die Aktivität unserer Nerven und des Immunsystems positiv.
  • Vitamin B12 (Cobalamin): Blutbildung, Zellteilung, Weiterleiten von Nervensignalen: Diese lebenswichtigen Prozesse im Körper können nur mit Vitamin B12 zuverlässig funktionieren. Da der Körper dieses Vitamin nicht selbst herstellen kann, muss er es über seine tägliche Ernährung aufnehmen.
  • Beta-Carotin/Provitamin A: Beta-Carotin hat eine gesundheitsfördernde Wirkung für unsere Netzhaut und damit für die Sehleistung. Auch für das Wachstum von Körperzellen und eine gesunde Haut ist Beta-Carotin wichtig, überdies stärkt es die körpereigenen Abwehrkräfte. Vitamin E (Tocopherol): Vitamin E ist der Schutzschild unter den Vitaminen. Es wehrt gesundheitsschädliche Eindringlinge wie freie Radikale ab und hat somit eine wichtige Immunfunktion.
  • Vitamin K: Zum einen fördert Vitamin K eine gesunde Blutgerinnung, zum anderen einen gesunden Knochenaufbau.
  • Kalzium: Dieser Mineralstoff ist ein sehr wichtiges Element für einen gesunden Knochenbau und einen starken Zahnschmelz.
  • Magnesium: Magnesium hat im Zusammenspiel mit Kalzium und einigen anderen Mineralstoffen und Vitaminen für die Knochenstabilität eine hohe Relevanz. Zudem stabilisiert es bestimmte Membranen im Körper, das wiederum hat Einfluss unter anderem auf die Sauerstoffverarbeitung und Muskelfunktionen. Magnesium lässt sich ausschließlich über die Nahrung aufnehmen.
  • Eisen: Für die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin ist das Spurenelement unverzichtbar. Hämoglobin transportiert Sauerstoff durch den Körper, der die Zellen – etwa in der Muskulatur – dabei unterstützt, sich mit der notwendigen Energie zu versorgen, sozusagen frisch zu bleiben. Auch Haut und Haare benötigen Eisen, um gesund und kräftig zu bleiben.
  • Selen: Wie die meisten Spurenelemente, hat auch Selen vielfältige Aufgaben im Organismus. Selen ist beispielsweise ein Element von Enzymen mit antioxidativer Wirkung, welche die Zellen vor freien Radikalen und damit vor Zerstörung schützen. In Verbindung mit anderen Enzymen ist Selen wichtig für eine gesunde Funktion der Schilddrüse.
Algen: Vitamine und Nährstoffe
Klein aber oho: Algen bilden eine Vielzahl an Vitaminen und Nährstoffen.

Aus dem Wasser ins Labor

Auch, wenn bisher weder umfassende noch repräsentative Studien angelegt wurden, gibt es seit Längerem eine Vielzahl punktueller Untersuchungen an Tieren wie auch an Menschen zur Wirksamkeit von Spirulina mit Blick auf ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Einige dieser Studien sind auf der Online-Plattform der National Library of Medicine im National Center for Biolotechnology Information (NCBI, Maryland, USA) zur Einsicht veröffentlicht. Wissenschaftler beschäftigten sich unter anderem damit, wie ausgesuchte Inhaltsstoffe des Cyanobakteriums zum Beispiel Stoffwechselvorgänge beeinflussen können.

Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass Spirulina, über mehrere Wochen in der passenden Dosierung eingenommen, die Zellen beim Entgiften und damit den Körper beim Entschlacken unterstützen kann. Dieser Vorgang kann zudem einer zu schnelle Alterung der Zellen vorbeugen.

Die Inhaltsstoffe der Mikroalge können überdies dabei helfen, entzündungshemmende Prozesse sowie eine Senkung des Blutfettspiegels zu fördern. Eine placebo-kontrollierte Doppelblind-Studie kommt zu dem positiven Schluss, dass Spirulina Heuschnupfensymptome lindern oder verringern kann.

Helfer für das Immunsystem

Auch zum Zweck der Aktivierung und Förderung der körpereigenen Zellen, die an der Immunabwehr beteiligt sind, wird Spirulina eingenommen. Hinweise auf eine entsprechende Wirkung lässt unter anderem eine Studie von japanischen Wissenschaftlern zu.

Auch eine wissenschaftliche Gruppe der Harvard University in Massachusetts, USA, beschäftigte sich mit der Eigenschaft der Mikroalge, das Wachstum schädlicher Viren in den körpereigenen Zellen zu hemmen.

Ihre Studie führten sie am Beispiel von HI-Viren durch und übertrugen ihre Erkenntnisse auch unter anderem auf Herpes- und Influenzaviren. Das Fazit: Spirulina hilft dem Immunsystem, sich erfolgreich gegen schädliche Eindringlinge zu wehren.

Ein Forschungsteam aus italienischen und US-amerikanischen Spezialisten wiederum bestätigte in seiner 2011 veröffentlichten Untersuchung von Probanden im Alter ab 50 Jahren aufwärts die regenerierenden Auswirkungen von Spirulina auf Blutarmut und ein sich altersbedingt verschlechterndes Immunsystem.

Gesund mit Geschmack

Dass sich mit Spirulina in Kapsel-, Tablettenform oder als Pressling kulinarisch wenig variieren lässt, liegt auf der Hand. In Pulverform hat die grüne Mikroalge in der Gegenüberstellung ungleich mehr Variationspotenzial.

Eine verbreitete Art, das pulverisierte Nahrungsergänzungsmittel mit dem typischen Aroma vom Meeresgrund zu genießen, ist als Spezial-Zutat im Smoothie. Avocados, Bananen und Mangos eignen sich dabei als Begleiter ebenso wie Spinat und Limetten.

Auch in Mixgetränken aus Kuh-, Mandel- oder Pflanzenmilch kommt Spirulinapulver zum Einsatz, und auch grüne Gemüsesuppen, Joghurt-Dips oder Overnight-Oats lassen sich damit verfeinern. Erlaubt ist, was schmeckt – das zugehörige Gefühl, dem Körper etwas Gutes zu tun, lässt sich eben in vielerlei Gestalt genießen.

Verblüffend lecker: Unsere Lieblings-Rezepte für Hagebuttenpulver

Ein starkes Immunsystem schützt Sie nicht nur im Winter vor Erkältungen, sondern hilft Ihnen auch das restliche Jahr über, fit und leistungsfähig zu bleiben. Neben Zeit an frischer Luft, ausreichend Entspannung und täglicher Bewegung können Sie Ihrem Körper auch über die Ernährung aktiv helfen gesund zu bleiben.

Hagebuttenpulver aus wild gesammelten Früchten erleichtert dabei den Schritt zu einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung, weil es nicht nur ein wahres Vitamin-Kraftpaket ist, sondern zum Glück auch lecker ist und leicht in den Ernährungsalltag einzubauen.

Was ist Hagebuttenpulver?

Das Hagebuttenpulver wird aus den Früchten, Schalen und Kernen der Hundsrose gewonnen. Diese werden bei niedrigen Temperaturen bis maximal 40 Grad getrocknet, damit die Inhaltsstoffe nicht zerstört werden. Das rote Pulver glänzt neben einem hohen Gehalt an Vitamin C (20-mal mehr als in einer Zitrone) auch mit vielen weiteren gesunden Inhaltsstoffen wie Mineralien, Pektinen und dem sekundären Pflanzenstoff Galaktolipid.*

Geschmacklich erfreut das Hagebuttenpulver mit seinem fruchtigen, süßsauren Geschmack, der sich in vielen Rezepten gut macht und hervorragend zu Smoothies oder Müslis passt. Da das im Hagebuttenpulver enthaltene Vitamin C hitzeempfindlich ist, raten wir Ihnen, sich hauptsächlich auf kalte Rezepte zu beschränken. So bleiben alle Wirkstoffe der Hagebutte bestmöglich erhalten.

Das Hagebuttenpulver sollte regelmäßig in Flüssigkeit aufgelöst eingenommen werden und kann als natürliche Nahrungsergänzung über Monate hinweg angewendet werden. Damit es dabei nicht langweilig wird, gibt es einfache und charmante Rezepte. Wir haben Ihnen unsere drei liebsten zusammengestellt.

Traumhaftes Bananen-Hagebutten-Porridge

Dieses einfache Rezept ist perfekt für den gesunden Start in den Tag geeignet und hält zudem lange satt. Bei dieser Variante des Porridge verbinden wir viele gesunde Inhaltsstoffe zu einem gehaltvollen Frühstück, das sich täglich variieren lässt und schnell gemacht ist. In nur 15 Minuten ist alles zubereitet und das Rezept eignet sich auch perfekt zum Vorkochen.

Zutaten für 2 Personen:
80 g Haferflocken
250 ml Milch oder Pflanzendrink
2 EL Chiasamen
1 EL Bio-Hagebuttenpulver
½ TL Zimt
½ TL Ingwer
½ TL Bio-Honig
1 reife Banane

Die Haferflocken mit der Milch oder dem Pflanzendrink in einem Topf kurz aufkochen lassen und unter ständigem Rühren für weitere fünf Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen. Die Mischung vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Jetzt Chiasamen, Zimt und Ingwer hinzufügen und das Bio-Hagebuttenpulver untermischen. Wenn alle Zutaten gut integriert sind, alles in eine dekorative Schale füllen. Das Porridge abschließend mit in Scheiben geschnittenen Bananenstücken und einem Hauch Honig garnieren.

Tipp: Statt Banane können natürlich auch viele andere Früchte wie Äpfel, Beeren oder Mangos als Topping genutzt werden.

Hintergrund, viele Hagebutten, rosa canina oder hundsrose

Erfrischender Beeren-Hagebutten-Smoothie

In weniger als fünf Minuten haben Sie diesen raffinierten Smoothie zubereitet, eine farbenfrohe Energiebombe, um mit Kraft in den Tag zu starten oder mal ein Nachmittagstief zu überwinden. Alles was Sie für dieses Rezept benötigen ist ein Mixer und schon kann es losgehen.

Zutaten für 2 Personen:
400 g tiefgefrorene Waldfrüchte
250 ml Milch oder Pflanzendrink
1 EL Zitronensaft
1 EL Bio-Hagebuttenpulver
2 EL Bio-Nussmus (nach Geschmack: Erdnuss, Cashew oder Mandel)
2 Datteln
1 reife Banane

Alle Zutaten in den Mixer geben und solange vermischen bis alles fein püriert und sämig ist. Falls die Konsistenz für Ihren Geschmack noch zu fest ist, einfach etwas mehr Milch oder Pflanzendrink hinzufügen.

Den Beeren-Hagebutten-Smoothie in Gläser abfüllen und nach Lust und Laune dekorieren. Hier bieten sich frische Minzblätter oder Beeren an.

Tipp: Statt einem Waldfrüchte-Mix können Sie auch Ihre persönlichen Lieblingsbeeren nutzen. Testen Sie auch mal Himbeere, Heidelbeere oder Erdbeere.

Himmlische Schokoladen-Hagebutten-Quarkcreme

Natürlich steht ein Dessert mit Zucker nie ganz oben auf der Gesundheits-Hitliste. Dank des Hagebuttenpulvers hat diese verführerische Creme aber viele Vitamine zu bieten. Schnell geht es auch noch – und etwas ganz Besonderes ist diese Kombination sowieso.

Zutaten für 2 Personen:
1 mittelgroßer Apfel
2 EL Puderzucker
150 g Quark
½ Päckchen Vanillezucker
2 TL Bio-Hagebuttenpulver
50 g Schlagsahne
½ Päckchen Sahnesteif
2 TL Schokoladenraspel
10 g Mandelsplitter

Den Apfel säubern, schälen und entkernen. In feine Scheiben schneiden und in der Pfanne mit dem Puderzucker von beiden Seiten karamellisieren und danach abkühlen lassen.

Währenddessen den Quark mit Vanillezucker und dem Bio-Hagebuttenpulver vermischen. Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und vorsichtig unter den Quark heben.

Die Quark-Sahne-Masse jetzt abwechselnd mit den karamellisierten Apfelscheiben in Dessertgläser füllen und vor dem Servieren mit Schokoladenraspeln und Mandelsplittern dekorieren.

Tipp: Je nach Saison kann der Apfel auch durch andere Früchte wie Birnen, Bananen oder Orangen ersetzt werden. Probieren Sie sich aus.

*Quelle: https://utopia.de/ratgeber/hagebuttenpulver-wirkung-nebenwirkungen-und-anwendung/

Kurkuma, die heilige Pflanze der Ayurveda-Lehre

[Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Korrektheit. Sie stammen aus mehreren, voneinander unabhängigen, frei zugänglichen Quellen. Die Informationen stellen keine medizinische Beratung dar. Diese sollte stets von einem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker erfolgen.]

Kurkuma ist eine mehrjährige Pflanze, die zur gleichen Familie wie Ingwer gehört. Ihr lateiniseher Name lautet „Cureuma longa“ und ist eine Adaption des arabischen „al-kurkum“, was ursprünglich „Safran“ bedeutet. Der Name spielt damit auf die Ähnlichkeit zum Gewürz Safran an, das ebenfalls für seine gelbe Farbe berühmt ist. Äußerlich ähnelt Kurkuma einer Ingwerwurzel. Im Gegensatz zum Ingwer ist es jedoch intensiv gelb gefärbt. Die Kurkuma-Pflanze wird bis zu einem Meter hoch
und erinnert mit ihren hellgrünen Blättern an Schilf. Wie andere Ingwer-Gewächse vermehrt sich Kurkuma nicht über Samen, sondern durch unterirdische Wurzelausläufer, die sogenannten Rhizomen. Aus ihnen wird das Gewürz Kurkuma gewonnen.

Ursprünglich stammt Kurkuma aus Indien und Südostasien. Seit über 4000 Jahren ist die Wirkung von Kurkuma bekannt und sie wird als Heilpflanze geschätzt. So wird Kurkuma seither in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und in der indischen Ayurveda-Lehre als Heilmittel verwendet.

Kurkuma Knolle

In Indien galt die Pflanze sogar als heilig und wurde von Gläubigen verehrt. Auch heute gehört Kurkuma zur Hindu-Kultur und ist fester Bestandteil vieler religiöser Rituale, in denen die gelbe Farbe die Sonne symbolisiert. So wird etwa bei der hinduistischen Hochzeitszeremonie das Brautpaar von Verwandten und Freunden mit Ghee eingerieben und ansehließend mit Kurkuma bestäubt. Dieses Ritual soll die Liebe des Paares nach der Trauung wachsen lassen.

Die Heilkunst Ayurveda ordnet Kurkuma den „heißen“ Gewürzen zu. Diese sollen den Körper reinigen und ihm Energie spenden. Es gilt in der ayurvedisehen Lehre auch als scharf, bitter, trocken, reinigend und stoffwechselanregend. Durch arabische Händler gelangte Kurkuma früh nach Europa, wurde dort jedoch eher als Küchenkraut genutzt.

Vorkommen und Ernte

Heute ist Indien das größte Anbauland von Kurkuma. Da es in der indischen Küche als eines der wichtigsten Gewürze gilt, werden 80 Prozent der weltweiten Kurkuma-Ernte auch in Indien verbraucht. Die Wurzelstöcke der Kurkuma-Pflanze werden nach der Ernte gekocht, getrocknet, poliert und zu Pulver vermahlen. Das frische Kurkuma-Rhizom riecht aromatisch und schmeckt herb. Erst getrocknet entwickelt es sein volles und typisches Aroma. Kurkuma sollte dunkel
gelagert werden, da es bei Licht sein Aroma verliert und die Farbe verblasst.

Kurkuma Forte Pulver

Kurkuma-Pulver ist aus der indischen Küche nicht wegzudenken. Es wird zum würzen und färben zahlreicher Gerichte verwendet und ist eine der wichtigsten Zutaten für die Gewürzmischung „Garam Masala“. Die englische Kolonialherrschaft brachte Kurkuma nach England, wo es Bestandteil des bekannten gelben Currypulvers wurde. Auch die meisten anderen Curry-Mischungen haben Kurkuma-Pulver als Grundlage. In der thailändischen Küche wird überwiegend die frische Kurkuma-Knolle verbraucht, in Westsumatra dienen sogar die Blätter als Würzmittel.

Im Westen spielt Kurkuma als Gewürz für Speisen eine eher untergeordnete Rolle. Hier nutzt die Lebensmittelindustrie den Farbstoff, um Senf oder Teigwaren gelb zu färben. Wegen seiner leuchtend gelben Farbe wird Kurkuma auch Gelbwurz oder indischer Safran genannt. So ist der Farbstoff der Kurkuma-Rhizome fast identisch mit dem Glykosid, das Safran seine typisch gelbe Farbe verleiht. Kurkuma hat jedoch ein völlig anderes Aroma als Safran und ist deshalb kein geeigneter Ersatz für das teure Safran.

Inhaltsstoffe und medizinische Verwendung

In der Medizin ist der wichtigste Bestandteil der Kurkuma-Pflanze das Curcumin, ein sekundärer Pflanzenstoff, der bis zu drei Prozent der Kurkuma-Pflanze ausmacht. Curcumin ist für die gelbe Färbung von Kurkuma verantwortlich, weshalb es als Lebensmittelzusatz unter der Bezeichnung E100 verwendet wird. In zahlreichen Studien konnte auch eine medizinische Wirkung von Curcumin nachgewiesen werden. So soll der Stoff antioxidativ, entzündungshemmend, antiseptisch und schmerzlindernd wirken. Manche Heilpraktikern raten deshalb bei Diabetes oder Knie-Arthrosen zum Verzehr von Kurkuma. Einige Quellen zu dem Thema sprechen sogar von einem vorbeugenden Effekt gegen Krebs oder Alzheimer, wobei die Studienlage hier weniger klar ist. In der chinesisehen Medizin wird Kurkuma
zur Behandlung von Schulterschmerzen oder Koliken verwendet und soll bei Husten helfen.

Curcumin kann vom menschlichen Körper jedoch nur sehr schwer aufgenommen werden. Der tägliche Gebrauch von Kurkuma als Gewürz in der Küche führt deshalb in der Regel nicht zum gewünschten Ergebnis. Erst in Verbindung mit schwarzem Pfeffer und dem darin enthaltenen Piperin gelingt dem Körper die Resorption in relevanter Menge – Studien sprechen vom Faktor 200, um den die Aufnahme verbessert wird. Deshalb enthalten seriöse Kurkuma-Nahrungsergänzungsmittel nicht nur Curcumin in erhöhter Konzentration, sondern auch Piperin.

Quellen:
Lexikon der Lebensmittel, Eeon Ullstein Verlag, München, 2001
www.kurkuma.info
www.kurkuma-wurzel.info
http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Curc_lon.html
http://web.archive.org/web/20040811104825/http://www.spizes.com/spiceonline/CategoryList/Turmericat.asp
https://www.foreverly.de/magazin/heiraten-in-indien-die-brauche/
http://www.kurkuma-wirkung.de/ayurveda/

Studien:
Kurkuma in Bezug auf Blutzucker: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22108476

In Bezug auf Arthritis: http://www.greenmedinfo.com/article/complex-curcumin-and-phosphatidylcholine-effective-reducing-symptoms-ostearthritis

K. Madhu, K. Chanda, M. J. Saji: Safety and efficacy of Curcuma longa extract in the treatment of painful knee osteoarthritis: a randomized placebo-controlled trial. In: Inflammopharmacology, Dezember 2012

Weihrauch – wertvoll seit Jahrtausenden

Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Korrektheit. Sie stammen aus mehreren, voneinander unabhängigen, frei zugänglichen Quellen. Die Informationen stellen keine medizinische Beratung dar. Diese sollte stets von einem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker erfolgen.]

Pharaonen, Griechen, Römer – alle nutzten Weihrauch

Das Harz des Weihrauchbaumes wird schon seit Jahrtausenden in verschiedenen Hochkulturen eingesetzt. Zum einen so, wie er auch aus der katholischen Kirche bekannt ist: Als Räuchermittel, das ganz verschiedene Funktionen innerhalb der religiösen Riten erfüllen kann. Der aromatisch duftende Rauch beruhigt und entspannt. Schon in der Antike wurde Weihrauch von Priestern als Träger von Botschaften an die Götter betrachtet.

In der Naturheilkunde gewinnt er zunehmend an Bedeutung, wobei die zugrunde liegenden Erkenntnisse nicht neu sind: Schon seit fast 3000 Jahren gehört die Einnahme von Weihrauchmischungen zum festen Repertoire der indischen Ayurveda-Heilkunst. Die ältesten Hinweise auf die Verwendung von Weihrauch zur Behandlung von Kranken finden sich auf ägyptischen Papyrusrollen, die sogar etwa 6000 Jahre alt sind.

Weihrauch Baum

Seinen weltweiten Siegeszug hat der Weihrauch mutmaßlich von der arabischen Halbinsel aus angetreten. Archäologen haben im heutigen Syrien Räucherschalen gefunden, mit denen wohl schon etwa 2000 v.Chr. Weihrauch verbrannt wurde. Von dort aus breitete sich der Weihrauch in den folgenden Jahrhunderten in den Nachbarländern aus und wurde zur wertvollen, begehrten Handelsware. Nicht zufällig sollen ihn die Heiligen Drei Könige als Gaben für das Christuskind mitgebracht haben – zusammen mit Myrrhe und Gold.

Wo genau der Weihrauch zuerst geerntet wurde, ist nicht überliefert – das galt damals als großes Geheimnis. Forscher vermuten, dass die Bäume im heutigen Oman standen, wo auch immer noch Weihrauch angebaut wird. Mit Kamelen wurde das kostbare Harz durch die Wüste transportiert, nach Syrien und nach Ägypten, das stets ein Großabnehmer war. Weihrauch wurde zur Austreibung von Dämonen, zum Überdecken unangenehmer Gerüche, zur Ehrung der Götter und für Heil-Räucherungen verwandt. Sogar Leichname wurden damit eingerieben.

Später übernahmen auch die Griechen und die Römer den Weihrauch in ihren Alltag. Zusammen sollen sie tausende Tonnen jährlich importiert und verbraucht haben. Die Römer kaschierten mit dem Weihrauch den Gestank ihrer blutigen Spiele in den Arenen, stellten Parfüm daraus her, aber auch Salben und Arzneien.

Von Arabien aus verbreitete sich der Weihrauch auch gen Osten. In Indien importierte man das Harz, noch bis heute wird es bei der Verehrung einiger Hinduistischer Gottheiten eingesetzt. Deutlich später fasste Weihrauch auch in China und bei dessen Nachbarn Fuß. Bis heute wird in buddhistischen Zeremonien viel geräuchert.

Die medizinische Bedeutung von Weihrauch hat in den vergangenen Jahren durch eine Vielzahl von Versuchsreihen und wissenschaftlicher Studien wieder zugenommen. Diese Studien beleuchten vor allem die Frage, in wieweit Weihrauch entzündungshemmende Eigentschaften besitzt.

Vorkommen und Ernte

Es gibt mehr als 20 verschiedene Weihrauchbaum-Gewächse, deren Harz als „Olibanum“ oder „Gummi olibanum“ bezeichnet wird. Als naturheilkundlich am bedeutsamsten gilt Boswellia serrata, der indische Weihrauchbaum, der aber auch in anderen Ländern kultiviert wird, insbesondere in Somalia. Allen Arten gemeinsam ist, dass sie unter widrigsten, kargen Bedingungen wachsen. Die gedrungenen, knorrigen Bäume werden nicht besonders hoch, die Wurzeln dringen nicht tief ins Erdreich ein. Mit Hitze und Trockenheit kommen sie gut klar, bei Nässe und Kälte gehen sie ein. Je höher die Pflanzen stehen, desto besser soll die Qualität des Harzes sein.

Auch das heute gehandelte Weihrauchharz stammt meist aus Wildsammlungen. Dabei werden die Stämme der Bäume vorsichtig eingeritzt. Dadurch tritt nach und nach das flüssige Harz aus und gerinnt an der Luft zu den Harzklumpen. Diese können je nach Art und Lage von weißlich über gelblich bis rötlich gefärbt sein. Zweimal pro Jahr kann ein Baum bei verantwortungsvoller Pflege geerntet werden, dabei liefert er jeweils etwa ein Kilogramm Harz.

Weihrauch Extrakt

Inhaltsstoffe

Das Harz setzt sich aus einer Vielzahl von chemischen Verbindungen zusammen, wobei das reine Harz etwa zwei Drittel der Masse ausmacht, etwa ein Drittel sind Gummi, etwa fünf bis sieben Prozent entfällt unter anderem auf verschiedene Ätherische Öle, und – besonders bedeutsam – die Boswellia-Säuren, denen eine wichtige Rolle bei der Verwendung von Weihrauch als Heilmittel zugesprochen wird.

Verwendung

Weihrauch wird eine große Bandbreite positiver Wirkungen auf den Körper zugeschrieben. Diese sind auch von Wissenschaftlern untersucht und in diversen Studien beschrieben. Die Welt zitierte jüngst Oliver Werz, Professor für pharmazeutische Chemie an der Uni Jena: „Boswelliasäuren spielen mit verschiedenen Eiweißen zusammen, die an entzündlichen Reaktionen beteiligt sind. Insbesondere jedoch mit einem Enzym, das für die Synthese von Prostaglandin E2 verantwortlich ist. Prostaglandin E2 gehört zu den Vermittlern der Immunantwort und spielt unter anderem im Entzündungsprozess, bei der Entstehung von Fieber und Schmerzen eine entscheidende Rolle.“

Weihrauchextrakt von dreikraut

Unser Weihrauchextrakt wird in Wildsammlung von Bäumen der Art Boswellia Serrata gewonnen. Diese liefern den höchsten Anteil an Boswelliasäuren (etwa 12 bis 20 Prozent), welcher im Extraktionsverfahren weiter auf 65% erhöht wird.  Experten nehmen allerdings an, dass noch weitere Inhaltsstoffe der komplexen, natürlichen Weihrauchverbindung, maßgeblich an den oft beschriebenen Effekten beteiligt sind. Der Weihrauch-Extrakt von dreikraut wird in Deutschland im Labor auf Reinheit kontrolliert (Pestizide und Schwermetalle) und ohne weitere Zusätze in vegane Zellulose-Kapseln gefüllt.